Logo Praxis Dr. Markus Geyer

Knochenmarködem - ein oft übersehenes Problem.

Knochenmarködem ist ein Begriff aus der medizinischen Bildgebung mittels Magnetresonanztomografie (MRT). Er steht für ödem-äquivalente Signaländerungen d. h. erhöhte Signalintensität (hell) in T2-gewichteten Sequenzen und erniedrigte Signalintensität (dunkel) in T1-gewichteten Sequenzen in spongiösen Knochenstrukturen. Die Signalintensität kann in Graustufen gemessen werden (notwendigerweise als Proportion einer mit abgebildeten Referenzstruktur, z. B. Muskel). Ein Knochenmarködem kann nicht durch Röntgenstrahlen (Röntgenbild, Computertomografie) dargestellt werden.

 

Diese schmerzhafte Strukturveränderung der Knochenbälkchen tritt nach Unfällen, repetitve strain injuries (RSI, Überlastung im Sport) sowie gelenknah bei Verschleiß der Gelenkpartner (Arthrose) auf.

 

Ein Knochenmarködem kann starke bis stärkste Schmerzen bereiten und heilt unter Schonung und Entlastung meist spontan ab. Die Heilverlauf kann sich aber über Monate hinziehen. Hierfür ist gerade bei Leistungssportlern weder Zeit noch Geduld vorhanden. Bei gelenknahen Ödemen werden häufig Gelenkoperationen durchgeführt, die aber nicht die Ursache der Schmerzen angehen.

 

Eine rasche Beseitigung der Schmerzen gelingt im Regelfall durch die Gabe von Bisphosphonaten, einem Anti – Osteoporose – Medikament, welches Off-Label seit Jahren, u. a. im Profi – Fußball, mit Erfolg eingesetzt wird.

 

Es werden 1 – 2 Infusionen im Abstand von 2- 4 Wochen verabreicht. Die Schmerzen verschwinden bei Ansprechen der Therapie innerhalb von 4 – 6 Wochen vollständig. 

Share by: